Wer waren Beethovens Zeitgenossen?
Ludwig van Beethoven lebte von 1770 bis 1827, in einer Zeit voller Umbrüche. Neben ihm wirkten Herrscher, Dichter, Maler und Denker, die dieselben Jahre prägten.
Beethovens Lebensspanne ist hervorgehoben, die anderen Balken zeigen einige bemerkenswerte Zeitgenossen.
In denselben Jahren.
Der ausgekratzte Name
Seine dritte Sinfonie hatte Beethoven zunächst „Bonaparte“ genannt. Als Napoleon sich 1804 zum Kaiser erklärte, kratzte er den Namen so heftig vom Titelblatt, dass ein Loch im Papier blieb. Zwei Jahre später erschien sie im Druck als Eroica, komponiert zum Andenken an einen großen Mann. Der Name fehlte jedoch.
Das Treffen
Im Juli 1812 trafen sich Beethoven und Johann Wolfgang von Goethe im böhmischen Teplitz, viermal innerhalb von fünf Tagen. Danach sahen sie einander nie wieder. Goethe schrieb, er habe noch nie einen Künstler erlebt, der so gesammelt und energisch sei. Beethoven fand, Goethe gefalle die Hofluft zu sehr.
Von einer Dame
Beethoven hatte sich in ganz Europa längst einen Namen gemacht, als Jane Austen zwischen 1811 und 1816 ihre Romane veröffentlichte, alle ohne ihren Namen, nur „von einer Dame“. Für eine Frau aus gutem Haus galt Schreiben als Broterwerb nicht als schicklich. Auf keinem ihrer Bücher stand zu Lebzeiten ihr Name.
Eine Welle in Japan
Als Beethoven 1827 starb, war Katsushika Hokusai 66 Jahre alt und in Japan seit langem berühmt. Seine große Welle entstand wenige Jahre danach. In Europa war er zu dieser Zeit noch so gut wie unbekannt.
Der Weg nach Wien
Als Mozart 1791 in Wien starb, war Beethoven 20 und lebte noch in Bonn. Ein Jahr später zog er selbst nach Wien, um bei Joseph Haydn zu lernen, und blieb dort bis zu seinem Tod.
Das gleiche Schicksal
Ab etwa 1798 verlor Beethoven allmählich das Gehör, er war damals 27. In Spanien war Francisco de Goya schon seit 1793 vollständig taub, nach einer schweren Krankheit. Beide arbeiteten den Rest ihres Lebens ohne Gehör weiter.