Wer waren Rembrandts Zeitgenossen?
Rembrandt van Rijn lebte von 1606 bis 1669, im Goldenen Zeitalter der Niederlande. Er teilte diese Jahre mit Malern, Denkern und Forschern.
Rembrandts Lebensspanne ist hervorgehoben, die anderen Balken zeigen einige bemerkenswerte Zeitgenossen.
In denselben Jahren.
Das goldene Zeitalter
Rembrandt und der jüngere Johannes Vermeer malten in denselben Jahren in der niederländischen Republik. Beide machten das Licht zum eigentlichen Thema ihrer Bilder.
Ich denke, also bin ich
Als Rembrandt 1631 nach Amsterdam zog, wohnte René Descartes zeitweise in derselben Stadt. Sechs Jahre später erschien im nahen Leiden dessen „Discours de la méthode“ mit dem Satz „Ich denke, also bin ich“. Dass die beiden sich je begegnet sind, ist allerdings nirgends überliefert.
Ein Grabmal aus Marmor
1632 malte Rembrandt „Die Anatomie des Doktor Tulp“, das Bild, das ihn in Amsterdam bekannt machte. Im selben Jahr begann in Indien der Bau des Taj Mahal. Großmogul Shah Jahan ließ ihn für seine Frau Mumtaz Mahal errichten, die kurz zuvor bei der Geburt ihres vierzehnten Kindes gestorben war.
Das Jahr 1642
1642 vollendete Rembrandt in Amsterdam „Die Nachtwache“. Im selben Jahr starb in Italien Galileo Galilei, fast erblindet und seit neun Jahren unter Hausarrest, weil er gelehrt hatte, dass die Erde sich um die Sonne dreht.
Krieg und Unabhängigkeit
Rembrandt war zwölf, als 1618 der Dreißigjährige Krieg begann, und 42, als er 1648 endete. Im Frieden von Münster, einem Teil des Westfälischen Friedens, erkannte Spanien die Unabhängigkeit der Niederlande an, nach achtzig Jahren Krieg. Die Republik, in der Rembrandt malte, war damit endgültig ein eigener Staat.
Ein Ende und ein Anfang
Rembrandt starb 1669 weitgehend verarmt in Amsterdam, Jahre nachdem er Haus und Kunstsammlung verloren hatte. Im selben Jahr wurde in Cambridge der 26-jährige Isaac Newton Professor für Mathematik.